Mama-Auszeit – oftmals etwas sehr seltenes, da kommt doch eher die Familien-Zeit, die Job-Zeit und die Paar-Zeit dran. Aber Du als Mama müsstest eigentlich auch einmal auftanken, ICH-Zeit haben, entschleunigen, Dich bewegen und gesund bleiben. Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten für eine Mama-Auszeit. Manche brauchen gar nicht viel Zeit, andere etwas mehr, was Dir aber auch einmal sehr gut tun kann. Hier erfährst Du, wie Du Deine ICH-Zeit verwirklichen kannst.

Der typische Alltags-Wahnsinn als Mama

Mama regelt die Familien-Zeit, die Job-Zeit und die Paar-Zeit. Hauptsache, alle sind zufrieden und es geht allen gut. Wie es im Gastbeitrag von Ilse Maria Lechner beschrieben wurde, in dem sie für mehr Balance plädiert und Dir den Weg dahin zeigt.

Mama ist für alle da

Kommt Dir das bekannt vor? Bist Du auch oft für alle da? Bist gut im Multitasking? Jonglierst viele Bälle oben? Die Todo-Liste ist lang, manches lässt sich in Deiner Zeit aber einfach nicht erledigen und Du fühlst Dich gestresst? Aber dennoch haben Deine Kinder immer frische Kleidung an, der Geburtstagskuchen ist frisch gebacken, das Meeting-Protokoll ist rechtzeitg geschrieben und an alle verschickt und die Geburtstagsgeschenke oder jetzt der Adventskalender ist auch schon in Vorbereitung? All dies wuppst Du tagtäglich als Mama. Hut ab!

Mama fühlt sich müde

Immer wieder, wenn es Abend wird, aber auch früher am Tag, fühlst Du Dich ganz schön müde und erschöpft. Doch das muss nicht unbedingt heißen, dass Du gut schlafen kannst. Manch eine Mama liegt erschöpft und kaputt im Bett, aber die Unruhe ist da und die Gedanken kreisen. Nur der Schlaftee und das Buch zur Ablenkung helfen manchmal beim Einschlafen, wenn überhaupt.

Mama hat keine freie Lücke im Kalender

Gefühlt hast Du als Mama im täglichen Kalender keine Lücke für Deine ICH-Zeit, auch wenn es nur mal fünf bis zehn Minuten Füße hochlegen wären, die gut täten, oder mal ganz in Ruhe etwas zu essen und dies auch richtig zu genießen. Auch Dein Sport kommt selten oder phasenweise gar nicht vor.

Mama fühlt sich alleine

Wenn es Dir so gehen sollte, wie ich es zuvor beschrieben habe, kann es sein, dass Du Dich damit alleine fühlst. „Andere Mütter bekommen das doch auch hin“. „Sie können Familie und Beruf vereinbaren und gehen auch noch zum Sport und manchmal ins Wellness“. „Andere Mütter wirken so gar nicht gestresst und müde“.

Mama ist gar nicht alleine damit

Ja, so wirkt das oft. Doch einige Mütter zeigen einfach nicht ihr authentisches Gesicht. Vielleicht, weil sie sich dann schwach fühlen würden? Oder weil alle andere so ausgeglichen wirken und „Super-Mamis“ zu sein scheinen? Vielleicht, weil manch einer – der Partner, die eigene Mutter … – sagt, andere Mütter oder Frauen bekommen das doch auch hin?

Und ja, manche Mütter haben auch eine andere Ausgangssituation, wenn sie vielleicht viel Unterstützung durch ihren Partner oder die Familie oder einen Babysitter haben. Sich eine Putzfrau oder Bügelfrau leisten können. Oder einen Job haben, der sich sehr gut mit der Familie vereinbaren lässt.

Und manche Mütter waren in genau der gleichen Situation, wie ich es oben beschrieben habe. Doch sie haben mit der Zeit etwas verändert. Sie können Dich, falls es Dir gerade wie oben beschrieben geht, noch sehr gut verstehen. Aber sie wissen mittlerweile, dass Du als Mama dem nicht völlig hilflos ausgesetzt bist.

Und einigen Müttern geht es ganz genauso wie oben beschrieben. Sie würden gerne anders, aber wissen nicht genau wie oder die bisherigen Versuche haben noch nicht so gut geklappt.

Mama-Auszeit zum Auftanken als Mama

Genauso, wie Dein Auto zur Tankstelle muss, wenn der Tank leer ist, oder Du es nach einer langen Autofahrt mal stehen lässt, damit der Motor abkühlen kann, genauso brauchst Du das als Mama auch. Deine Kinder haben in der Regel ausreichend Schlaf und ihre freie Spielzeit und ruhige Momente. Auch Du als Mama brauchst genügend Schlaf, tiefen und erholsamen Schlaf (wird meist nach dem Abstillen leichter 😉 ) und ICH-Zeit für Kreativität und zum Ausruhen oder Sport machen.

Was alles eine Mama-Auszeit sein kann

Jetzt denkst Du vielleicht, dass Du Dir ein freies Wochenende – zum Beispiel in einem Mama-Retreat – nicht leisten kannst (zeitlich oder finanziell). Dies ist eine Variante einer schönen und intensiven Mama-Auszeit und sicher sehr wirksam und empfehlenswert. Doch es gibt auch noch ganz andere Möglichkeiten für eine Mama-Auszeit.

Kleine Momente im Tag

Nehme Dir einmal am Tag 2-5 Minuten nur für Dich. Atme in Ruhe, trinke gemütlich einen Tee, lege die Beine hoch, creme Dich in Ruhe ein, höre ein schönes Lied, tanze einen Augenblick. Hier bleibt Deiner Fantasie keine Grenzen. Aber tu etwas nur für Dich und möglichst bewusst und achtsam! Und bitte OHNE schlechtem Gewissen! 😉

Versuche diese Zeit langsam etwas zu vergrößern, zunächst vielleicht an manchen Tagen. Toll wäre es, wenn das öfters klappen sollte, dass Du etwas Gutes nur für DICH tust.

Tolle Tipps, was Du machen kannst, wenn Du Dich müde fühlst, hat Vera Rosenauer in ihrem Gastbeitrag hier auf BusyMom vorgestellt: 23 Tipps für müde Mamas.

Achtsame Auszeiten mit anderen Müttern

Du kannst auch gemeinsam mit anderen Müttern für Achtsamkeit, ICH-Zeit und Entschleunigung sorgen. So werden in vielen Städten Kurse für Mütter angeboten, z.B. Yoga-Kurse und Entspannungskurse und/oder Achtsamkeitskurse.

Du kommst raus aus Deinem Alltag und Deiner Mutterrolle und darfst nur etwas für Dich tun. In solchen Kursen (oder auch autodidaktisch für Dich durch Bücher/DVDs oder durch Online-Kurse) lernst Du wirksame und gut in den Alltag als Mutter integrierbare Atemübungen, Achtsamkeits- und Entspannungsübungen und Meditationen oder Yogaübungen. Wie beispielsweise auch in meine Workshops Achtsamkeit und Entspannung für Mütter in Bad Homburg (in der Nähe von Frankfurt).

Auch sehr entschleunigend wirken Kurse in der freien Natur. Die Natur und die frische Luft helfen Dir dabei, den Kopf frei und klar zu bekommen und das Hier und Jetzt bewusster wahrzunehmen. Körper und Geist können zur Ruhe kommen und sich entspannen. Zusätzliche Übungen der Achtsamkeit oder der Entspannung helfen Dir, ruhig und fokussierter in den weiteren Tag zu starten. Dies kannst Du in Bad Homburg im Kurpark mit mir und meiner Müttergruppe erleben bei der Auszeit für Mütter im Park.

Sport und Bewegung

Wenn du Dich angespannt fühlst, bei der Arbeit viel am Sitzen bist oder einseitige Bewegungen durch Dein Baby oder Kleinkind hast, dann kann es sehr gut tun, mal andere Bewegungen zu machen. Als Übungen zuhause. Das geht manchmal sogar mit Baby, wenn dieses schläft oder in der Wippe zuschaut, wie auch später mit etwas größeren Kindern.

Oder Du gehst eine Runde für Dich alleine spazieren oder schwimmen oder machst einen anderen Sport für Dich. Vielleicht liebst Du es, dies für Dich alleine zu machen, um unabhängiger zu sein oder mehr Ruhe zu haben. Oder Du genießt dies in einer Gruppe oder zu festen Zeiten, die Du als regelmäßigen Termin im Kalender hast.

Auch eine kleine Runde um den Block oder das Tanzen zu einem Lied oder die Mini-Yoga-Übung zuhause ist schon viel wert und macht mit der Zeit einen Riesenunterschied für Dich und Dein Wohlbefinden!

Hobby

Hast Du ein Hobby? Oder geht es Dir wie einigen anderen Müttern, dass sie mal früher vor langer Zeit ein Hobby hatten, doch nun ist das völlig untergegangen. Durch die andere Lebenssituation? Durch die knappe Zeit?

Doch was hat Dir immer viel Freude gemacht? Was ist eine Leidenschaft von Dir? Wie kannst Du so richtig gut abschalten und nur bei der Sache sein und Dich daran freuen? Oder hast Du ein neues Interesse entdeckt?

Wie wäre es mit Nähen oder anderen Handarbeiten, Basteln, Backen, ins Museum gehen, eine neue Sprache lernen … Auch wenn Du nicht viel Zeit hast, etwas, das nur Du für Dich machst, kann so viel Freude machen!!!

Und weitere Ideen für Wohlfühlmomente, in denen Du nicht (nur) als Mama funktionieren musst, findest Du zum Beispiel hier bei Wohlfühlmomente als Mama.

Wie Du Platz für eine Mama-Auszeit findest

Das ist ja häufig eine der Schwierigkeiten. Sich selbst genug wichtig zu nehmen, um für Auszeiten einzustehen. Und dann aber auch tatsächlich den Platz zu finden. Das kenne ich selbst gut genug. Ein Tag und eine Woche ist gefühlt als Mama noch schneller vorüber als früher.

Hier kann es Dir helfen, tatsächlich einen Eintrag im Kalender vorzunehmen. Sowohl für die kleinen Momente und Pausen wie auch für Kurse oder individuellen Sport oder andere Wohlfühlmomente für Dich. Und bitte verteidige diesen Kalendereintrag ganz tapfer und vehement.

Manchmal hilft es auch, einen festen Termin durch einen festen Kurs zu etablieren. Ich gehe beispielsweise jeden Montag Abend ins Aquafitness. Und dies ist mir heilig, solange ich selbst keine starke Erkältung habe oder im Urlaub bin. Und dies ist nun auch ein fester Papa-Tochter-Termin, an dem mein Partner rechtzeitig zuhause ist.

Vielleicht hast Du anfangs noch ein schlechtes Gewissen. Doch mit der Zeit wirst Du merken, dass es Dir so gut tut, diese Zeit für Dich zu haben und es Dir besser geht.

Ein weiterer Start könnte auch die Teilnahme an meiner 15-Tage-Challenge für mehr Achtsamkeit und Gelassenheit sein. So stimmst Du Dich schon einmal ein in die regelmäßigen kleinen Momente für Dich.

Und wie Du insgesamt etwas mehr Zeit gewinnst, erfährst Du in diesem Gastbeitrag von Barbara Schilling mit ihren 7 Tricks.

Wie Du Unterstützung für Deine Mama-Auszeit findest

Hier kann es hilfreich sein, dass Du durch feste, für alle transparente Termine zum Beispiel Deinen Partner mit involvierst. Er ist bei den Kindern und Du machst zuhause oder oftmals noch besser draußen/woanders Deinen Sport oder gehst zum Entspannungsabend oder ins Yoga.

Vielleicht kann aber auch eine Oma oder Opa oder die Schwestern oder eine Freundin hier als Babysitter aushelfen, falls die Kinder nicht zu dieser Zeit in der Betreuung oder Schule sind.

Vielleicht ist für Euch als Familie auch ein Au-Pair interessant oder ein sogenannter Wohnhelfer.

Du kannst Dir auch Mitstreiter suchen. So gehe ich mit einer guten Freundin ins Aquafitness. Dies motiviert mich noch mehr, möglichst auch hinzugehen.

Mehr über kostenlose Hilfen für Mütter im stressigen Alltag findest Du im Gastbeitrag von Esther Filgut.

Was noch helfen kann beim Realisieren von Mama-Auszeiten und mehr Selbstfürsorge

Wenn Du noch nicht so recht weißt, wie das ganze klappen kann und wo Du anfangen kannst, mehr für Dich zu sorgen: In einem (online oder offline) Coaching können wir Deine aktuelle Situation gerne beleuchten und nach passenden Ressourcen und Gestaltungsmöglichkeiten für Dich suchen! Und – aus Erfahrung mit anderen Coaching-Klientinnen – wir werden sie gewiß finden 🙂

 

Nun wünsche ich Dir den Mut, für Dich und Deine Selbstfürsorge einzustehen und ausreichend Unterstützung und Ermutigung durch Dein Umfeld!

 

Liebe Grüße

Sabine

 

Teile diesen Beitrag und hilf anderen Müttern, Anregungen zu bekommen, wie sie etwas für ihr Wohlbefinden durch ihre Mama-Auszeit tun können.

Wie sieht es bei Dir mit der Mama-Auszeit aus? Was tut Dir gut? Was kannst Du gut realisieren? Was möchtest Du hier gerne noch ergänzen aus Deiner eigenen Erfahrung? Ich freue mich über Deine Erfahrung hier in den Kommentaren!

P.S.: Wenn Du mehr zu dem Thema Mama-Sein und Selbstfürsorge erfahren möchtest, dann trage Dich in meinen Newsletter ein. Dann wirst Du über neue Beiträge hier auf dem Blog informiert!

P.P.S.: Am 04. Juni 2018 startet wieder meine 15-Tage-Challenge für mehr Achtsamkeit und Gelassenheit für Mütter – hier geht es auch um Achtsamkeit, Entspannung und Auszeiten als Mama. Ich freue mich, wenn Du mit dabei bist!

 

15-Tage-Challenge Achtsamkeit & Gelassenheit für Mütter von BusyMom - Sabine Machowski

 

 

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