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Entschleunigung für Mamas – oftmals noch eine Seltenheit. Viel öfters geht es doch um schneller, höher, weiter. Doch das ist auf Dauer nicht gesund. Und wir Mamas – aber auch die Papas – erleben dann viel zu wenig von ihren Kindern und unserem Leben insgesamt. Tina Teresa Koch schreibt in ihrem Gastbeitrag für BusyMoms über die SlowLife-Bewegung und über die Gründe für und die Wege hinzu mehr Entschleunigung als Mama.

 

Gastbeitrag von Tina Teresa Koch

Die SlowLife-Bewegung erreicht den Mama-Alltag

SlowFood, SlowLife, SlowWork, SlowSex, eine Uhr, die sich „Slow“ nennt – die Slow-Bewegung, die ihren Fokus auf die Entschleunigung des Alltags richtet, erobert langsam aber sicher immer mehr Bereiche unseres Lebens und gewinnt zunehmend Anhänger.

Mich wundert es ja nicht wirklich. Bei unserem zunehmenden Turbo im Alltag, den wir an den Tag legen wird Entschleunigung ein immer wichtiger werdender Gegenpol. Noch schnell hier hin, noch schnell das erledigen, das Wochenprogramm der Kinder noch schnell abfahren und dann noch schnell, schnell die Wäsche. Oder die Küche. Oder die Fenster. Schnell, schnell essen, dann aufräumen, schnell, schnell noch telefonieren, schnell, schnell noch Online-Banking, Rechnungen begleichen. Kuchenbacken für den Kindergarten-Flohmarkt und so weiter und so fort… Schnell, schnell.

Der Turbo lässt unser Leben nur noch so an uns vorbeiziehen

Dann fallen wir abends meistens viel zu spät, viel zu müde und völlig erledigt ins Bett. Wir wundern uns, warum die Tage, Wochen und Monate nur noch so an uns vorbeiziehen oder sich Stresssymptome bemerkbar machen. Warum die Kinder auf einmal wieder neue Klamotten brauchen, weil sie völlig unbemerkt wieder gewachsen sind.

Stress-Symptome steigen bei Müttern enorm an

Apropos Stresssymptome – hast Du gewusst, dass 80 % aller beantragten Mutter-Kind-Kuren laut dem Müttergenesungswerk wegen Erschöpfung durchgeführt werden und dass dieser Anteil seit 2003 um gute 40% gestiegen ist? Also ganz abgesehen davon, was von Mutter-Kind-Kuren zu halten ist, sagt das doch wohl schon alles. Die Mutterrolle hat sich neben der zunehmenden Komplexität und Schnelllebigkeit unseres Alltages noch zusätzlich verändert.

Wir Mütter müssen zunehmend zur eierlegenden Wollmilchsau werden. Ob wir wollen oder nicht.

Nebenbei bemerkt betrifft dieser enorme Anstieg an Erschöpfungszuständen übrigens nicht nur die Mütter. Diese Stresssymptome haben auch die Väter zunehmend im Griff. Auch klar – den Lebensunterhalt zu bestreiten, viel und schöne Zeit mit den Kindern zu verbringen, im Job eine gute Arbeit machen und das Zuhause am Laufen zu halten, wird ein Jonglage-Akt für beide Partner in einer Zeit, in der weder berufliche Unterbrechungen gerne gesehen werden, noch der Lebensunterhalt in der Regel easypeasy auch alleine verdient werden kann. Viel zu schnell befindet man sich im Alltagsturbo und funktioniert nur noch.

Das Leben ist zu kurz, um es an sich vorbeiziehen zu lassen.

Aber: Ist es das wert? Wir haben doch nur dieses eine Leben. Unsere Kinder sind jetzt klein. Wir leben jetzt. Es wird Zeit, Entschleunigung in unser Leben zu lassen. Innehalten. Durchatmen. Momente BEWUSST erleben und genießen. Im Hier & Jetzt, was unser Leben ist. Nicht früher und auch nicht später. Sondern jetzt.

Mach mal langsam, Mama. Und Du auch, Papa. Entschleunigung!

Willst Du später sagen: „Wo ist nur die Zeit geblieben? Ich habe die ganze Zeit gearbeitet, war nur am Rödeln und auf einmal sind die Kinder groß und aus dem Haus?“

Klar, die Zeit lässt sich nicht aufhalten und es gibt Dinge, die getan werden müssen. Nur: es ist auch möglich, ein, zwei Gänge runterzuschalten – drei, vier Dinge von der ToDo-Liste zu streichen, fünf, sechs Minuten inne zu halten und bewusst zu sehen, zu hören, zu riechen, was JETZT ist. Kurzum: Entschleunigung in Euren Familienalltag zu lassen.

  • Stehe morgens etwas früher auf, damit Du Dich in RUHE fertigmachen kannst – genieße die Stille und die Zeit, die Du alleine mit Dir verbringst, sei präsent dabei – dann nimm Dir bewusst Zeit, Dein Kind/Deine Kinder in Ruhe zu wecken – vielleicht auch wach zu kuscheln?
  • Verplant nicht jede freie Minute Eurer kostbaren Freizeit – lasst bewusst mehr Lücken im Familienplaner – für Zeit – BEWUSSTE Zeit für Euch
  • Keine Macht dem Multitasking – schön eins nach dem anderen!
  • Gehe achtsam durch den Tag – was siehst Du, was schmeckst Du, was riechst Du? Nimm‘ Deine Kinder einmal bewusst wahr – beobachte sie, als würdest Du sie zum ersten Mal sehen.
  • Lasst uns ein Beispiel an unseren Kindern nehmen – sie sind die Meister der Entschleunigung. Lass‘ Dich auf das Tempo, die Unvoreingenommenheit und Verspieltheit Deines Kindes /Deiner Kinder ein – Du wirst die Welt gleich anders wahrnehmen.
  • Lasse abends den Tag Revue passieren – was hast Du schönes erlebt? Für was bist Du dankbar? Ein Dankbarkeits-Tagebuch ist für dieses Ritual eine sehr schöne Sache.

Probiere es doch mal aus – und versuche Dich immer wieder daran zu erinnern: Du und Deine Familie sind das Wichtigste in Eurem Leben. Nicht der Job. Nicht das Geld. Nicht der Haushalt.

Fazit

Wir können die Welt nicht von heute auf morgen ändern, aber wenn wir alle für uns und unsere Kinder dafür sorgen, dass wir uns glücklich, entspannt und in unserer Mitte fühlen, dann können wir die Welt ein Stückchen besser machen. Und wenn wir unseren Kindern dadurch ermöglichen, als starke, selbstbewusste Menschen, die in ihrer Mitte sind, heranzuwachsen – dann verändert sich auch die Welt. Das ist meine Vision und der Grund, warum ich slowmama ins Leben gerufen habe.

Mit meinem Blog & Angebot SlowMama möchte ich dem Höher-Weiter-Schneller unserer Gesellschaft trotzen und den Blick auf das Wesentliche im Leben aller Mamas und Familien zu lenken: Das gemeinsame Leben im Hier & Jetzt. Wir haben nur das eine.

Liebe Grüße

Tina

 

Über die Autorin

 

Tina Teresa Koch ist Dipl. Sozialpädagogin, Dipl. Kulturmanagerin, systemischer Coach & Beraterin (DBVC) und Yogalehrerin. Sie arbeitet als Trainerin & Beraterin mit den Schwerpunkten Achtsamkeit, Gesundheitsprävention & Persönlichkeitsentwicklung sowie als Yogalehrerin.

Mehr zu ihr und ihrer Arbeit findest Du unter www.slowmama.de und www.yogalie.be sowie auf Facebook.

 

 

Vielen Dank für den tollen Gastbeitrag von Tina Teresa Koch!!!

Liebe Grüße

Sabine

 

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Manchmal hilft hier auch eine Berufliche Neuorientierung oder Neu-Positionierung weiter. Hier kann Dich mein Workshop unterstützen.

P.S.: Wenn Du mehr zu dem Thema Mama-Sein und Selbstfürsorge und Selbstmanagement erfahren möchtest, dann trage Dich in meinen Newsletter ein. Dann wirst Du über neue Beiträge hier auf dem Blog informiert!

 

P.P.S.: Am 15. Oktober 2018 startet wieder meine 15-Tage-Challenge für mehr Achtsamkeit und Gelassenheit für Mütter – hier geht es auch um Achtsamkeit, Entspannung und Auszeiten als Mama. Ich freue mich, wenn Du mit dabei bist! Unser Mama-Sein kann doch auch achtsam und bewusst und glücklich sein ohne fremdgesteuertes Hamsterrad 😉

 

15-Tage-Challenge Achtsamkeit für Mütter von BusyMom

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