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Im BusyMom-Interview mit Michaela Schächner – Online Business-Coach für Solopreneure – sprechen wir über die nun fast 12 Monate Pandemie und zweimaligen Lockdown. Wir beleuchten die Herausforderungen und Chancen als Unternehmerin mit Online-Business wie auch das Erleben als Mutter mit Schulkind und die Auswirkungen auf Familie und Business. Natürlich geht es auch diesmal um Strategien und wichtige Ressourcen zur Krisenbewältigung – als Solopreneur wie als Mutter.

Ich freue mich sehr über dieses interessante Interview mit Michaela Schächner.

In dieser Interview-Reihe auf BusyMom geht es um die Krisenbewältigung von Unternehmerinnen und Müttern in Zeiten von Corona. Ich habe nach den erlebten Herausforderungen und Chancen, den Veränderungen in der Familie und im Business wie auch den erfahrenen Ressourcen gefragt. Spannende und bunte Beiträge sind dabei mit meinen faszinierenden Interview-Partnerinnen entstanden.

 

Heute stellt sich Michaela Schächner vor:

Kurze Vorstellung zu Dir, Deiner Familiensituation und Deinem Business

Hallo, ich bin Michaela, 47 Jahre alt und lebe seit 10 Jahren mit meinen beiden Männern in Stuttgart.

Unser Sohn ist 2010 in Dubai geboren und war der krönende Abschluss unseres 3,5-jährigen, beruflich bedingten Expat-Abenteuers in Dubai.

Ich war immer zufrieden mit meiner Angestellten-Situation und hatte nie den Drang selbstständig zu sein. Ich bin Betriebswirtin und habe mich immer als hervorragende, treue Mitunternehmerin bezeichnet. In der Funktion der kaufmännischen Leiterin, habe ich die Business Babys meiner Arbeitgeber in Bezug auf kaufmännische und organisatorische Strukturen zum Laufen gebracht.

2016 habe ich einen Entschluss gefasst, der mir noch wenige Jahre vorher utopisch vorgekommen wäre. Ich habe meinem Leben als Angestellte den Rücken zugekehrt und mich als Unternehmensberaterin selbstständig gemacht.

Seit 2018 unterstütze ich als Online-Coach Solopreneure dabei, aus ihrer Geschäftsidee ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das zu ihrem Leben passt und das darauf ausgelegt ist, dass sie heute, morgen und übermorgen gut davon leben können.

Wie hast Du bisher die Corona-Pandemie, den Lockdown und den Sommer 2020 erlebt?

Ich konnte es am Anfang gar nicht glauben, welche Tragweite die Pandemie für uns alle hat. Ich war schockiert und hatte Tränen in den Augen, als ich das erste Mal im Supermarkt war, in dem die Regale leergekauft waren.

Dass wir plötzlich in einer Welt leben, in der es verboten ist, Freunde und Verwandte zu treffen. Dass ich hoffen werde, dass ich noch das Haus verlassen darf. Dass die Schule nicht nur kurz, sondern über Monate geschlossen ist.

Ich war schockiert, wie das Kultusministerium versagt hat und es nicht auf die Reihe bekommen hat, die Lehrer in die Situation zu bringen, dass irgendeine Art von ordentlichem Unterricht stattfinden kann.

Zoom, mein alltägliches berufliches Fenster in die Welt, auf Schulebene als No-Go Tool einzustufen, war für mich schockierend und ärgerlich.

Wir haben das Privileg, dass wir zu dritt in einer großen Wohnung leben, in der jeder Platz hatte, sich zurückzuziehen und seinen Arbeits- und Spielplatz einzurichten. Mein Mann hatte zum Glück von Anfang an die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten.

Ich war unendlich dankbar, dass wir die ganze Zeit das Haus verlassen durften und so bin ich sehr viel (auch mit meinem Mann) spazieren gegangen.

Die Einschränkungen aus finanzieller Sicht und der fehlende Komfort, im Sinne von einfachen Dingen, die plötzlich Luxus waren, haben mich nicht so stark belastet. Alles war erträglich und im Vergleich zu vielen Menschen, die wirklich in ein schlimmes Los durch die Pandemie gezogen wurden, hat sich das alles für mich irgendwie relativiert.

Was hat der erneute Lockdown und die aktuelle Ungewissheit, wie es nun in 2021 weiter laufen wird, mit Dir und Deinem Business gemacht?

Irgendwie ist der Zustand, dass alle zu Hause sind, zum neuen ´Normal´ geworden. Da es uns immer noch (sehr) gut geht und sowohl keine finanziellen als auch (zum Glück) im unmittelbaren Umfeld keine gesundheitsbedingten coronabedingten Einschläge gab, ist es eher das Motto: Augen zu und durch.

Das Nervenkostüm ist dünn und wird immer dünner. Aber so ist es halt jetzt. Ich werde mir sicher nicht anmaßen, mich zu beschweren, und sorge mich natürlich um die Menschen, die diese Krise auf vielen Ebenen hart getroffen hat.

Auf mein Business wirkt sich die Situation tendenziell positiv aus. Ich habe meine Angebote für Gründer weiter ausgebaut. Ich gehe davon aus, dass einige Menschen den Weg in die Selbstständigkeit suchen werden und von meinen Inhalten, die es in Teilen kostenlos gibt, als auch in Form einer direkter Zusammenarbeit zur Verfügung stehen, profitieren.

Welche Veränderungen und welche Herausforderungen hast Du als Mutter und als Unternehmerin erlebt?

Als Mutter hat sich insofern alles verändert, dass unser Sohn jetzt monatelang zu Hause war und nicht mehr seine Freunde treffen durfte. Wir haben viel mit ihm über die Situation gesprochen und versucht, das für uns alle für unmöglich gehaltene, irgendwie ins tägliche Leben zu integrieren.

Ich war wirklich froh, dass mein Mann große Teile des Pseudo-Homeschooling übernommen hat. Ich war dafür zuständig, dass leckeres Essen auf den Tisch kommt.

Ganz ehrlich, ich habe relativ schnell die Nerven verloren, wenn es darum ging, dass ich so etwas wie Grammatikregeln nachbüffeln soll, um sie dem Kind zu erklären, dass ebenfalls nur mäßig Lust auf so manches Thema hatte.

Und ich muss gestehen, ich konnte (oder wollte) mich nicht darauf einlassen, da ich durch meine Selbstständigkeit doch auch unter Strom stehe. Mein Business am Laufen halten, damit ich Rechnungen stellen kann und Geld reinkommt. Ich war völlig genervt, von der gefühlten Selbstverständlichkeit, mit der erwartet wurde, die Eltern wuppen das jetzt mal so nebenbei.

Als Unternehmerin bin ich natürlich auch in einer anderen Situation, wenn ich normalerweise allein in meinem Homeoffice bin und plötzlich ist über Monate hinweg Action angesagt, weil alle daheim sind.

Aber wie gesagt, ich war mir im Klaren, wie privilegiert trotz allem unsere Gesamtsituation ist, deshalb war es in Ordnung, so wie es war.

Welche Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie bisher auf Dein Business?

Da ich meine Kunden als Online-Business Coach berate, habe ich keine Auswirkung in meinem eigenen Business gespürt. Mein Arbeitsumfeld und die Tools sind die geblieben, die es vorher schon waren.

Mittelfristig erwarte ich eher Umsatzzuwachs, weil viele Menschen aus diversen Gründen von der Anstellung in die Selbstständigkeit wechseln und meine Expertise gefragt ist. Das gleiche gilt für Selbstständige, die schon länger ihr eigenes Business haben. Die Pandemie hat viele dazu gebracht, ihr Geschäftsmodell auf den Kopf zu stellen und ihr Angebot für das ´next normal´ fit zu machen. Auch für diese Unternehmer bin ich eine gute Sparringspartnerin.

Welche unternehmerischen Veränderungen hast Du aufgrund dessen getroffen?

Ich habe die Art, wie ich mit meinen Kunden zusammenarbeite, umgestellt. Viele Kunden müssen in kurzer Zeit Lösungen finden und direkt in die Umsetzung gehen. Deshalb biete ich statt Einzelstunden, über mehrere Monate verteilt, sogenannte VIP Tage an. An diesen Tagen stehe ich den Kunden rund um die Uhr zur Verfügung, bis Wege gefunden und Lösungen definiert sind, die direkt ausprobiert werden.

Seit kurzem habe ich einen Kooperationsvertrag mit dem Bildungsträger TASys unterschrieben. Diese Kooperation ermöglicht es Gründern, die aus der Arbeitslosigkeit heraus in die Selbstständigkeit gehen, dass sie u.U. durch einen sog. AVGS, in den Genuss einer 100% geförderten Existenzgründungsberatung mit mir kommen.

Welche Unterstützung hast Du gefunden (Familie, Freunde, andere UnternehmerInnen, Netzwerk, Mentor, Coach …)?

Familiär konnten wir uns nicht gegenseitig unterstützen. Wir wohnen über halb Deutschland verstreut und unterstützen uns eher moralisch und nicht durch Hilfe vor Ort.

Welche eigenen Ressourcen hast Du für Dich oder Ihr für Euch als Familie entdeckt?

Ich bin viel draußen und genieße die Ruhe und lange Spaziergänge in der Natur. An den Ressourcen für uns als Familie stricken wir noch. Das ist ein laufender Prozess, der nie abgeschlossen ist. Gerade mit Kleinkind, das immer mehr zur eigenen Persönlichkeit reift, gibt es keine Ressourcenschablone, die wir die nächsten Jahre nutzen können. Da wird immer Bewegung drin sein, unabhängig von der Pandemie.

Was hast Du bisher aus der Pandemie gelernt? Was nimmst Du in Puncto Krisenbewältigung mit für die Zukunft als Mutter und als Unternehmerin?

Es passieren abartige Dinge in der Welt, die ich in dem Ausmaß nie für möglich gehalten hätte. Da habe ich sie tatsächlich als weit weniger erschütterbar eingeschätzt. Das von heute auf morgen die komplette Welt nicht nur schockiert ist, weil irgendwo etwas schreckliches passiert, sondern dass sie von jetzt auf gleich still oder besser gesagt auf dem Kopf steht. Never! Oft waren es die traurigen Probleme der anderen. Diesmal sind wir von heute auf morgen selbst mitten drin.

Wir haben als Kernfamilie gut harmoniert und das war wichtig. Ich habe für mich mitgenommen, dass ich viel mehr Ruhe in meinen Businessalltag bringen möchte. Dass ich auch den Nerv haben möchte, mit meinem Kind Deutsch Grammatik zu lernen und ich für den Moment gedanklich mein Business loslassen kann.

Im Business habe ich in meinem Umfeld und bei mir selbst gesehen, dass es für viele ein echter Supergau ist und für manche auch eine Chance, die eigenen Strukturen und das Angebot neu auszurichten.

Das Online-Arbeiten in der offline geprägten Welt hat unerwartet Fahrt aufgenommen. Ich habe mit meinem Business jetzt die einmalige Chance einen riesen Mehrwert zu bringen, für Menschen, die in dieser Welt ankommen möchten, aber für die sie bisher fremd war.

Auf diese Möglichkeit freue ich mich sehr. Meine Arbeit kann dazu beitragen, dass viele Selbstständige beim nächsten Lockdown oder einer anderen Krisensituation unternehmerisch so fit geworden sind, dass sie genau wissen, was zu tun ist, um sich auf veränderte Bedingungen einzustellen und trotzdem Einnahmen erzielen.

 

Michaela Schächner findest Du hier auf folgenden Kanälen:

 

Ihre Website: Michaela Schächner

Ihr Facebook-Account: Michaela Schächner

Ihr Instagram-Account: Michaela Schächner

Ihr LinkedIn-Account: Michaela Schächner

Ihr Xing-Accoung: Michaela Schächner

 

 

Auf Instagram findet am Samstag 13.02.2021, um 11.00 Uhr ein Live-Interview mit Michaela Schächner und mir statt. Ich freue mich, wenn Du mit dabei bist.

Hier kannst Du Dir mein Live mit Michaela auf Instagram bei sabinemachowski.busymom anschauen!

Du kannst die Aufzeichnung jederzeit anschauen!

 

Liebe Michaela,

danke für Deine Teilnahme an meiner Interview-Reihe und den persönlichen Einblick!

Liebe Grüße

Sabine

 

P.S.: Hast Du Fragen an Michaela oder mich zu dem schriftlichen oder Live-Interview? Gerne in den Kommentaren oder via E-Mail schreiben!

P.P.S.: Trag Dich doch am besten direkt für meinen Newsletter ein, dann erhältst Du jede Woche einen kurzen Reminder mit dem bevorstehenden Live-Interview und dem Termin sowie eine kurze Zusammenfassung zum vergangenen Interview (und auch ganz andere Impulse!

 

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