Als Mutter im Home-Office – wie kann das effizient, erfolgreich und gesund zugleich funktionieren? Claudia Kauscheder berichtet in ihrem Gastbeitrag hier auf BusyMom davon, wie Du dies erreichen kannst. Denn es gibt oftmals typische Fehler, die man unbedingt vermeiden sollte, damit mal als Mutter im Home-Office gut und erfolgreich arbeiten kann.

 

Gastbeitrag von Claudia Kauscheder

 

Die Aufgabe, die mir Sabine hier gestellt hat, ist keine einfache. Sie hat mich gefragt, worauf du als Mutter im Home-Office achten solltest, damit du effizient arbeiten kannst, fokussiert bleibst, genügend Bewegung im Alltag bekommst und dich von Business-Themen möglichst gut abgrenzen kannst, wenn du Feierabend machst.

Wie so oft ist die Antwort: Es kommt darauf an. Allerdings gibt es doch einige Dinge, die in allen Phasen und in jedem Alter deiner Kinder gleich sind.

Es kommt darauf an … und was in allen Phasen gleich ist

Prinzipiell sind die Bedürfnisse deiner Kinder und natürlich auch deine eigenen je nach Alter der Kinder andere. Was gleich bleibt, ist der Wunsch danach, genau diese Bedürfnisse zu befriedigen. Außerdem bleibt gleich, dass wir als Mütter mit einem ständigen schlechten Gewissen herumlaufen. Das schlechte Gewissen gegenüber der Familie, wenn wir uns um unser Business kümmern. Schlechtes Gewissen, gegenüber unserem Business, wenn wir uns um die Familie kümmern.

Schlechtes Gewissen ist sozusagen der zweite Vorname aller Mütter. Meistens zumindest. Aber das ist ein Energieräuber und muss nicht sein. Mach dir bewusst, dass du in jeder Minute deines Tages, in jeder Situation, immer dein Bestes gibst. Es ist hier wie bei Entscheidungen: Nachher ist man immer schlauer …

Ein weiteres Phänomen ist sicher, dass du nie wirklich fertig bist. Es ist eine Illusion, zu glauben, dass es in deinem Business oder auch in deinem Sein als Mutter einen Punkt geben wird, an dem du nichts mehr zu tun hast. Und dies ist ein essentieller Aspekt vor allem auch als Mutter im Home-Office.

Umso wichtiger ist es, dass du für dich entscheidest, bzw. selbst kreierst, wann du fertig bist. Das kann durch ein kleines Ritual oder einen Trick sein. Ausschlaggebend ist, dass du dir das Gefühl „fertig zu sein“ herbeizaubern kannst.

Ein kleiner Trick für dich: Beende den Tag niemals damit, dass du einen losen Faden hängen lasst. Sondern beende deinen Tag immer damit, dass du irgendetwas fertigbekommen hast. Das muss nichts Großes sein, das darf eine Kleinigkeit, z.B. das Aufräumen deines Schreibtisches sein.

Als Mutter im Home-Office arbeiten

Um zuhause gut und konzentriert arbeiten zu können, gibt es ein paar wichtige Dinge, die du als Mutter beachten kannst. So kannst du auf der einen Seite erfolgreich und effizient sein, aber vor allem auch als Mutter gesund bleiben.

Dies möchte ich dir hier anhand von drei Fehlern vorstellen, die ich damals gemacht habe. Wenn du diese vermeidest, hast du schon viel gewonnen für eine erfolgreiche Tätigkeit als Selbstständige oder Angestellte im Home-Office.

Drei Fehler, die ich gemacht habe und die du vermeiden solltest

Schlafe wann immer du kannst

Meine Tochter war eine besonders schlechte Schläferin. Nach 10 Minuten Schlaf war sie wieder acht Stunden lang fit und hielt mich natürlich auf Trab. Trotzdem habe ich die Zeit, die sie geschlafen hat, damit verbracht entweder zu arbeiten, oder mich um den Haushalt zu kümmern. Das war ein fataler Fehler, weil ich dadurch nie genug Schlaf bekommen habe und dadurch natürlich sowohl den Bedürfnissen meiner Tochter, auch meinen eigenen nicht gerecht geworden bin.

Nach ein paar Monaten hatte ich das Glück, dass meine Mutter unbedingt einen Tag pro Woche mit ihrer Enkelin verbringen wollte. Das war die Unterstützung, die mir damals Kopf und Kragen gerettet hat. Trotzdem muss ich im Nachhinein sagen, dass es schlauer gewesen wäre, an diesen Tagen nicht so viel zu arbeiten, sondern vielleicht ein paar Stunden Schlaf nachzuholen.

Wenn Betreuung, dann regelmäßig

Als mein Sohn zur Welt kam, habe ich sehr kurz danach wieder begonnen, 10 Stunden pro Woche für meinen Arbeitgeber zu arbeiten. Zwar von zu Hause aus, trotzdem mussten diese 10 Stunden organisiert werden. Da mein Sohn noch nicht alt genug für den Kindergarten war, habe ich ihn mit 2 Jahren in die Betreuung einer Tagesmutter gegeben. Und zwar nur zwei Vormittage, damit ich eben die Stunden für die Firma konzentriert arbeiten konnte.

An sich keine schlechte Idee, allerdings war Sohnemann dadurch völlig durcheinander. Es gab für ihn einfach keine Regelmäßigkeit. In der Früh wusste er nie, was auf ihn warten würde, und dadurch wurde er extrem anstrengend.

Die Lösung war relativ einfach. Ich erhöhte die Stunden bei der Tagesmutter und ab sofort war auch für ihn klar, dass er in der Früh eben zur Tagesmutter geht. Gleichzeitig hatte ich somit auch für mich mehr Zeit und er wurde wieder zum ausgeglichenen, zufriedenen Kind.

Niemand darf darunter leiden

Als meine Kinder etwas älter wurden (Tochter war 10, Sohn war 6), habe ich auch meine Selbständigkeit gestartet.

Der größte Fehler damals war ein bestimmter Gedanke: Eigentlich sollte Familie mein einziger Job sein.

Und somit darf die Familie nicht darunter leiden, wenn ich nebenbei arbeite oder etwas für meine Selbständigkeit tue. Du kannst dir schon vorstellen, dass diese quasi Heimlichtuerei weder für mich, noch für meine Familie sinnvoll war. Ich habe versucht, das Arbeiten in die Familienzeit zu quetschen. Somit gab es natürlich auch keine eindeutige Arbeitszeit und keine eindeutige Familienzeit.

Diesen Fehler habe ich leider sehr lange gemacht. Und ich kann dir nur raten, von Anfang an völlig offen zu kommunizieren, was du brauchst, um Beidem gerecht zu werden.

Die Zauberformel: DU zuerst!

Ich weiß, das klingt jetzt für dich wahrscheinlich nach blankem Egoismus. Trotzdem heißt die Zauberformel sowohl dafür, effizient zu arbeiten, als auch dich möglichst gut abgrenzen zu können, dass du mit deinen Bedürfnissen an erster Stelle stehst.

Das widerspricht ziemlich sicher allem, was du jemals von deiner Mutter, Großmutter oder Schwiegermutter gehört hast. Der Standard-Satz meiner Schwiegermutter ist z.B. „Wenn es allen anderen gut geht, es mir auch gut.

Bitte drehe diesen Gedanken, bzw. diesen Satz für dich unbedingt um!

Wenn es dir gut geht, dann geht es auch allen anderen gut!

Beobachte doch selbst einmal, wie deine Kinder reagieren und wie sie „drauf sind“, wenn du dich selbst vernachlässigt hast und dadurch natürlich auch gereizt bist.

Löse Dich von dem Gedanken, dass das ungesunder Egoismus ist. Und dann akzeptiere, dass das nur ein Naturgesetz der Anziehung und der Reziprozität ist.

Ich weiß auch, dass sich so ein eingebrannter Satz bzw. Gedanke nicht von heute auf morgen ändern lässt.

Aber du könntest für Dich ein kleines Trainingsprogramm beginnen.

Wenn du deine Woche planst, trage mindestens einen Termin für dich zuerst ein. Egal, ob es Sport ist, ein Treffen mit einer Freundin, oder sogar ein Kurzurlaub.

Wenn du deinen Tag planst, trage dir zuerst deine Pausen, bzw. auch dein Arbeitsende ein.

Bei deiner Jahresplanung, trage zuerst deine Urlaube ein, genauso wie Fortbildungen, die du für dein Business oder dich persönlich brauchst.

Ja, so einfach kann es sein.

Mein – und hoffentlich auch dein – Fazit

Als Fazit aus diesen Gedanken rund um die Tätigkeit als Mutter im Home-Office kannst du ziehen, dass du vor allem auf dich achten musst. Dann wird es sowohl deinem Job oder deinem Business, als auch deiner Familie gut gehen. Achtsam bedeutet in diesem Zusammenhang auch, dass du Geduld haben solltest.

Geduld mit dir, mit deinen Kindern und natürlich auch mit deinem Business.

Deine Kinder werden größer, Bedürfnisse werden sich verändern und es ist nur logisch, dass du mit kleineren Kindern auch in deinem Business nur kleinere Schritte gehen kannst.

Vergleiche dich vor allem bitte nicht mit anderen Selbständigen, die in einer völlig anderen Lebenssituation sind! Am besten du vergleichst dich überhaupt nicht mit jemand anderen. Denn es wird keinen Menschen auf dieser Welt geben, der in der gleichen Situation und in der gleichen Persönlichkeit steckt wie du.

 

Ich wünsche dir mit diesen Empfehlungen viel Freude und Erfolg in deinem Job oder Business als Mutter im Home-Office!

Liebe Grüße
Claudia

 

Über die Autorin

Profilfoto Claudia Kauscheder Abenteuer Home-OfficeClaudia Kauscheder ist dein Scout im Abenteuer Home-Office.

Sie arbeitet bereits seit mehr als 20 Jahren im Home-Office – sowohl angestellt als Programmiererin, als auch seit ca. 2009 selbständig in ihrem Online-Business. Nach langer Suche nach „ihrem Ding“ hat sie sich auf das konzentriert, was ihr am meisten liegt und was ihre KundInnen am schnellsten voranbringt: Fokus, Organisation, Struktur und Selbst-Management. In ihrem „Abenteuer Home-Office“ teilt sie ihre langjährigen aber auch ganz aktuelle Erfahrungen aus ihrem eigenen Online-Business mit ihren LeserInnen, Podcast-AbonnentInnen und KundInnen.

Weitere Tipps bekommst du im kostenlosen 5-teiligen Audio-Kurs „Endlich effizient zu Hause arbeiten“

 

Vielen Dank für den tollen Gastbeitrag von Claudia Kauscheder!!!

Liebe Grüße

Sabine

 

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