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Im BusyMom-Interview mit Martina Rehberg – Mutter und Unternehmerin – geht es vor allem um den Weg zur erfüllenden, authentischen und gesunden Selbstständigkeit als Mutter. Martina Rehberg berichtet, wie sie als Mutter ihren Traumberuf in der Selbstständigkeit verwirklicht hat und was an Selbstfürsorge für sie wichtig war und ist. Ich freue mich ganz besonders über dieses interessante und offene Interview von Martina Rehberg von Delicious Design auf meinem Blog von BusyMom. Denn Martina ist maßgeblich für mein Branding, Logo und Layout meiner beiden Websites zuständig 😉

 

In dieser Interview-Reihe BusyMom-Interview berichten selbstständig tätige Mütter aus ganz unterschiedlichen Branchen über ihren Weg zur Selbstständigkeit und ihre Erfahrungen als selbstständige Mutter sowie ihre Selbstfürsorge als Mutter und Selbstständige. Eine bunte Reihe mit faszinierenden Interview-Partnerinnen ist hier entstanden. Jeden Monat werden ein bis zwei Interviews hier auf dem Blog veröffentlicht. Und manche wird es im Nachgang auch als Live-Interview oder Podcast geben – wie ganz bald dieses Interview von Martina Rehberg -, also unbedingt auch in die Kommentare und auf meine Facebook-Seite schauen 🙂

 

Eine kurze Vorstellung von Martina Rehberg

Ich bin Martina Rehberg und seit mittlerweile 25 Jahren leidenschaftliche Gestalterin. Bei Delicious Design dreht sich alles um Coaching, Branding und Webdesign für Einzelunternehmerinnen. Mein Herzensthema ist das Personal Branding und so entwickle ich stimmige Erscheinungsbilder, die die Persönlichkeit meiner Kundinnen, zusammen mit dem, was sie tun und anbieten, authentisch nach außen kommunizieren und sich von der Masse abheben: http://www.deliciousdesign.de/

Nebenbei bin ich seit vielen Jahren als Trainerin unterwegs und halte Live-Workshops und -Seminare zu den Themen Branding, Life Balance und Persönliches Wachstum. Mein allerneuestes Abenteuer ist mein Podcast „Zeig dich! Soulful Branding für Lebensunternehmer“. Meine Hörer sind Menschen, die ihre einzigartige Persönlichkeit (wieder)entdecken und zum Ausdruck bringen möchten.

 

Wie bist Du zur Selbstständigkeit gekommen?

Eigentlich tatsächlich durch die Geburt meines ersten Sohnes. Es war klar, dass ich im hektischen Agenturalltag und den entsprechenden Arbeitszeiten, die mit jeder Art von Familienleben absolut inkompatibel sind, nicht mehr würde Fuß fassen können. Jedenfalls nicht mit meinem Wunsch, meinen Sohn auch wirklich aufwachsen zu sehen.

Warum hast Du Dich für die Selbstständigkeit (als Mutter) entschieden?

Der Schritt in die Selbständigkeit war für mich die einzig logische Konsequenz, s.o. 

Was ist wichtig, damit Du als Mutter eine erfolgreiche Unternehmerin bist?

Selbstfürsorge. Eine inspirierende Vision von mir als Mutter UND Unternehmerin. Klare Prioritäten. Und das eindeutige Bekenntnis zu einem Haushalt, indem man nicht vom Fußboden essen können muss. 😉

Würdest Du dies wieder tun? Und wenn ja, was würdest Du beim nächsten Mal anders machen?

Ich würde mich immer wieder so entscheiden. Allerdings hätte ich gern viel früher den Mut und auch die Gelassenheit gehabt, meinen eigenen Weg als Mutter und Unternehmerin zu gehen, mit meiner eigenen Definition von „Erfolg“. Stattdessen habe ich viel Zeit und vor allem viel Kraft darauf verwendet, mich mit anderen („nur“ Müttern oder „nur“ Berufstätigen) zu vergleichen und dabei in meiner eigenen Wahrnehmung immer schlechter abgeschnitten.

Welche Freiheiten und Chancen bietet Dir Deine Selbständigkeit als Mutter?

Meine Selbständigkeit hat es mir ermöglicht, meinem Traumberuf auch als Mutter nachzugehen. Ich konnte und kann mich auf diese Weise entfalten, wachsen und mich permanent persönlich weiterentwickeln.

Auch wenn ich zugebe, dass es mehr als eine Phase in meinem beruflichen Leben gab, in der ich mich nach der Sicherheit und den Annehmlichkeiten des Angestelltendaseins gesehnt habe, so weiß ich doch, dass die Selbständigkeit meinem Wesen und meiner Sehnsucht nach Selbstbestimmung und einem gewissen Maß an Freiheit am meisten entspricht.

Wie trennst Du Dein Business von Deinem Privatleben mit Deiner Familie?

Fast gar nicht :-). Ich arbeite eigentlich fast immer. Und das von zuhause aus. Die Grenzen sind kaum existent. Das war vor ein paar Jahren noch anders: Ich hatte externe Büroräume gemietet und diese räumliche Trennung schien eine zeitlang eine gute Lösung zu sein. Irgendwann empfand ich das jedoch als extrem einengend. Es widerstrebte mir immer mehr, auf bestimmte Zeiten zum Arbeiten festgelegt zu sein und davor oder danach Ideen nicht mehr umsetzen zu können (oder zu dürfen …). Ich habe mich wirklich bemüht, aber dieses Konzept hat für mich nicht funktioniert.

Ich betrachte Leben und Arbeiten immer als wunderschönes Gesamtkunstwerk, das man von innen nach außen erschaffen muss.

Die Frage ist immer: Wie willst du leben? Wer willst du sein? In Übereinstimmung mit diesem Big Picture muss das Business erschaffen werden.

Allerdings sind meine Kinder inzwischen wirklich groß (mein Jüngster ist 17!), so dass schon allein dadurch ganz andere Arbeitsmodelle für mich möglich sind.

Wie sorgst Du für Dich als selbstständige Mutter und Unternehmerin?

Ich brauche viel Zeit für mich allein. Das war natürlich, als die Kinder noch klein waren, nicht immer umsetzbar. Phasenweise ging das gar nicht. Mein Mann und ich haben allerdings immer versucht, uns gegenseitig diese Freiräume zu ermöglichen, waren sie auch noch so kurz.

Ich bin oft sehr, sehr früh aufgestanden, um dadurch eine kurze Zeitspanne ganz für mich zu haben. Eine Tasse Tee im noch dunklen Wohnzimmer, eine kurze Meditation bevor der ganz normale Wahnsinn wieder losging, ein paar Sonnengrüße. Am Wochenende mal eine halbe Stunde allein spazieren- oder laufengehen. Das habe ich immer versucht.

Ansonsten ruhen Wohlbefinden und meine Energie als selbständige Mutter, auf drei Säulen: g’scheit essen, regelmäßige Bewegung und täglich, wenn auch nur für ein paar Minuten, bewusst in die Stille gehen (damit mein sehr unruhiger und aktiver Monkeymind zur Ruhe kommen kann).

Welche Ressourcen und welche Unterstützung hast Du? Wenn zum Beispiel Dein Kind krank ist oder die Schule geschlossen hat?

In der Zeit, als mein erster Sohn klein war, hat mich meine Mutter ab und zu unterstützt, obwohl sie nicht gerade um die Ecke wohnte. Wenn wir das planen konnten, lief es prima. Spontan, und darum geht es ja in Notfällen, war es natürlich viel schwieriger. Nach meiner Scheidung bin ich dann wieder in die Nähe meiner Eltern gezogen und hatte eine wunderbare Tagesmutter. Ohne die hätte das Ganze nicht funktioniert.

Bei meinem zweiten Sohn war es ungleich schwieriger. Ich erinnere mich daran, wie zerrissen ich mich oft gefühlt habe, wenn er nicht in die Krippe gehen konnte und ich versucht habe, mit ihm auf dem Arm oder zu meinen Füße, zu arbeiten.

Oft habe ich solche Situationen mit Nachtarbeit ausgeglichen. Das war nicht lustig und hat mich ziemlich erschöpft.

Ein guter Tipp sind Netzwerke mit anderen Müttern. Als mein erster Sohn ca. 3 Jahre alt war, haben wir uns zu dritt zusammengetan und an einem festen Tag in der Woche die Kinder betreut. Das hieß, in einer Woche waren drei Kids einen Dienstag-Nachmittag lang bei mir, an den nächsten beiden Dienstagen hatte ich den Nachmittag komplett zum Arbeiten frei.

Was ist Dein Best Practice Tipp für andere Mütter – aus Deiner eigenen Erfahrung als Mutter und Unternehmerin und aus Deiner Erfahrung mit Deinen KundInnen?

Pufferzeiten einplanen! Häufig dauern Tätigkeiten und auch Termine länger als gedacht. Von vornherein mit etwas Puffer zu planen kann enorm entlastend sein und ist auf jeden Fall förderlich für die geistige Gesundheit 😉

Fokus auf das wirklich Wichtige. Das bedeutet ganz klar Prioritäten zu setzen und somit auch immer wieder ganz bewusst zu entscheiden, was „hinten runter“ fallen muss. Ach ja, und Nein sagen lernen. Oft.

Was möchtest Du anderen Müttern noch mitgeben, die überlegen, sich selbständig zu machen?

Nimm dir in einer ruhigen Minute etwas Zeit, um deine ganz eigene Erfolgsdefinition zu erstellen. Dafür gibt es nämlich keine allgemein gültige Schablone. Trotzdem haben wir da oft so ein Bild im Kopf, das mehr mit den Erwartungen anderer als mit unseren eigenen Wünschen und Zielen zu tun hat. Was bedeutet Erfolg für dich? Was muss dein Leben beinhalten, damit du dich erfolgreich fühlst? Wer willst du sein als Mutter und als Unternehmerin?

Daraus entsteht eine ganz persönliche Vision deines Lebens. Sie wirkt dann wie ein Kompass und kann eine großartige Entscheidungshilfe sein.

Was möchtest Du anderen Müttern mitgeben, die schon selbständig sind, damit Sie als Mutter und Unternehmerin erfolgreich werden oder bleiben?

Vertrau deinem Instinkt! Tief in dir drin weißt du immer, was für dich, dein Business und deine Familie das Richtige ist. Übe dich darin, diese Impulse wahrzunehmen.

Und: Sorge immer zuerst dafür, dass DEINE Energietanks gefüllt sind. Du bist gut für andere (deine Kunden, deine Kinder, deinen Partner, etc.), wenn es DIR gutgeht. Halte deine Schale gefüllt.

Was ist Dein Fazit?

Freude ist einer meiner wichtigsten Werte. Ich frage mich bei vielen Entscheidungen: Lächelt mein Herz?

Eines meiner liebsten Zitate stammt von Joseph Campbel:

„Um deinen ureigenen Weg zu finden, musst du deiner Freude folgen.“

That’s it!

 

Über meine Interview-Partnerin

Profilfoto Martina Rehberg von Delicious Design - Interview Mutter und Unternehmerin

Martina Rehberg ist leidenschaftliche Gestalterin.

Bei Delicious Design dreht sich alles um Coaching, Branding und Webdesign für Einzelunternehmerinnen.

Mehr über Martina Rehberg erfährst Du auf ihrer Website.

 

 

Vielen Dank für das tolle Interview, liebe Martina!!!

Liebe Grüße

Sabine

 

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